Lamm

Schäfer ist einer der ältesten Berufe der Welt. In Mecklenburg-Vorpommern ziehen noch schafhütende Männer und Frauen gemeinsam mit ihren Hunden und Herden durch die Landschaft. Die mageren Böden im Anbauverband Biopark sind für die Tiere ideal. Die Schafe und Lämmer laufen lange Strecken und finden dabei würzige Kräuter. Diese wachsen hier so zahlreich, weil die Wiesen nachhaltig bewirtschaftet und nur natürlich gedüngt werden. 
Die extensive Weidehaltung ist gleichzeitig Biotopschutz. Schafe halten Flächen frei, auf denen sich seltene Tiere ansiedeln. In Mecklenburg-Vorpommern gehören zum Beispiel der Schreiadler und der Schwarzstorch dazu.

Wildkräuter und Bewegung

Wer bei Lämmern nur an neugeborene Tiere denkt, liegt nicht unbedingt richtig: bis zum 12 Lebensmonat spricht man von Lämmern, erst danach von Schafen. In diesem Alter sind die Lämmer so groß wie erwachsene Tiere – und haben damit ein für uns akzeptables Gewicht und Schlachtalter.

Die auf den Magerwiesen Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs aufgewachsenen Lämmer profitieren von einer reichen Auswahl an Wildkräutern und viel Bewegung. Das kommt auch dem Fleisch zugute. Das Muskelfleisch von Bio-Lämmern hat besonders wenig Fett (3,7%), dafür aber einen hohen Eiweißanteil.