Das Gutfleisch-Programm wurde im Jahr 1989 in der Region EDEKA Nord eingeführt. Das Ziel ist, eine Fleischmarke zu schaffen, unter der ausschließlich Fleischprodukte vermarktet werden, die sowohl im Hinblick auf ihre Qualität als auch im Hinblick auf ihre Erzeugung besser sind als vergleichbare Produkte. Zu diesem Zweck wurden die sogenannten Gutfleisch-Kriterien geschaffen. Hierbei handelt es sich um ständig weiterentwickelte Standards, die sämtliche Beteiligten des Gutfleisch-Programms binden. Diese Zielsetzung ist in der jüngeren Vergangenheit um weitere Aspekte ergänzt worden. Im Einzelnen sind das die folgenden Schwerpunktthemen:

• Schaffung von Kettentransparenz,
• Förderung der regionalen Landwirtschaftsstruktur,
• Differenzierung gegenüber Wettbewerbern,
• Verwendung von ausschließlich regionalen Rohstoffen,
• höchste Prozess- und Produktqualität.

 

Dynamische Weiterentwicklung im Gutfleisch-Programm

21.07.2016 11:25

Die nächste dynamische Weiterentwicklung des Gutfleisch-Programms Schwein soll durch eine nachhaltigere Fütterung erfüllt werden. Die dynamische Weiterentwicklung ist sehr wichtig, um für alle Prozessbeteiligten ein zukunftsweisendes Gutfleisch-Programm Schwein zu gestalten, das nicht nur für den Verbraucher attraktiv ist, sondern auch für die Landwirte. Das Programm sichert den zugelassenen Landwirten den Absatz. Diese erhalten aktuell eine Bonuszahlung von 3 Cent je kg Schlachtgewicht vom Fleischwerk EDEKA Nord GmbH. Das Programm kann nur gut sein, wenn es von allen akzeptiert und nachgefragt wird. Aus diesem Grund prüfen wir durch Forschungsprojekte, Umfragen, Vorträge oder bei direkten Gesprächen mit den Landwirten bei Betriebsbesuche die Wünsche und Möglichkeiten ab. Wir haben 2013 damit angefangen, die Landwirte über eine eventuelle Anpassung auf eine nachhaltigere Fütterung zu informieren und deren Interesse dafür abzufragen. Nachdem wir eine positive Resonanz erhalten haben, ist durch die fachliche Unterstützung vom WWF ein Konzept erarbeitet worden, das sich an Forschungsergebnisse und an praktische Umsetzungen in der Landwirtschaft anlehnt. In den Gesprächen der Futtermittelhersteller erfolgt eine kritische Prüfung des Konzeptes bezüglich der Verfügbarkeit und Umsetzungsmöglichkeit, damit gegebenenfalls eine Anpassung sowie eine Kostenabschätzung vorgenommen werden kann. Erst wenn das Konzept und die Kosten für das Programm tragbar sind, werden die Landwirte dazu erneut befragt. Anschließend würde die Fütterung in mehreren Etappen unter fachlicher Beratung umgestellt werden. Es handelt sich immer um dynamische Veränderungen. Sobald wir feststellen, dass etwas nicht umgesetzt werden kann, suchen wir gemeinsam nach neuen Lösungen. Wir wollen die zugelassenen Landwirte für das Gutfleisch-Programm nachhaltig stärken und alle auf zukünftige Anforderungen rechtzeitig vorbereitet sein.

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